Wohngebäudeversicherungen

Wohngebäudeversicherungen

Eine Wohngebäudeversicherung sichert Gebäudeeigentümer gegen Gefahren wie Brand, Leitungswasser oder auch Sturm ab. Versicherungsgegenstand ist, wie es der Name sagt, das Wohngebäude. Der Inhalt, also alle beweglichen Sachen, sind durch die Wohngebäudeversicherung nicht abgedeckt, denn diese soll die Kosten für den Wiederaufbau oder Sanierung des Wohngebäudes nach einem Schaden sichern.

Die Wohngebäudeversicherung beinhaltet eigentlich drei Versicherungen: die Sturmversicherung, die Feuerversicherung und die Leitungswasserversicherung. Alle drei Versicherungen können auch einzeln abgeschlossen werden. In den drei Einzelversicherungen werden damit auch die drei Risiken abgesichert.

Die Feuerversicherung deckt alle Kosten für Schäden ab, die aufgrund von Brand, Explosion, Blitzschlag, Implosion oder auch nach einem Aufprall von Flugzeugen oder Flugzeugteilen entstehen. Bei Brandschäden gilt dabei, dass es sich um ein Feuer handeln muss, dass zu einer offen erkennbaren Flamme führt. An Kaminen sind Brandschäden in der Regel nicht versichert, wenn das Feuer im Kamin geblieben ist.

Die Leitungswasserversicherung deckt alle Schäden im Zusammenhang mit Leitungswasser ab. Hierzu gehören auch Rohrbruch- oder Frostschäden, die in der Regel durch eine Erweiterung versicherbar sind. Dazu zählen Schäden an Heizungs- und Wasserzuleitungsrohren sowie die Absicherung von Schäden an Ableitungsrohren. Es ist je nach Umfang der Erweiterung meist unerheblich, ob die Schäden auf dem Grundstück oder außerhalb entstehen.

In der Sturmversicherung sind sämtliche Risiken versichert, die durch Windbewegungen ab Windstärke 8 entstehen. Auch Schäden durch Hagel sind hier abgesichert. Als Nachweis für einen Sturmschaden werden in der Regel die Wetterstationen zur Hilfe genommen. Oft dienen auch vergleichbare Schäden in der Nachbarschaft als Nachweis.

Die Wohngebäudeversicherung übernimmt im Schadenfall sämtliche Kosten der Schadenminderung, Aufräum- und Abbrucharbeiten, Schutz- und Bewegungskosten und gegebenenfalls auch Mietausfall.

Der Versicherungswert und damit auch die Prämie der Wohngebäudeversicherung ergibt sich entweder anhand der Wohnfläche oder aber – und das ist meist üblicher – nach dem Wert von 1914. Dieser Wert ist ein Basiswert, denn der aktuelle Wert des Gebäudes verändert sich recht oft. Der Wiederaufbauwert ergibt sich dabei aus der Multiplikation des Basiswertes mit dem aktuellen Baupreisindex, der vom Statistischen Bundesamt jährlich neu festgesetzt wird. Der Wert von 1914 wird genutzt, weil zu dieser Zeit die Baupreise fast durchgehend stabil waren. Bei der Berechnung entspricht der Basiswert immer 100 Prozent. Der Wiederaufbauwert entspricht allerdings nicht immer auch dem Kaufpreis, was bei der Wahl der Versicherungssumme bedacht werden sollte. Die Versicherungsprämie selbst ergibt sich aus der Multiplikation des Basiswertes von 1914 mit dem gleitenden Neuwertfaktor (Festlegung erfolgt jährlich durch den Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e. V.) und dem vereinbarten Beitragssatz.

Beim Abschluss einer solchen Versicherung sollte jedoch stets ein Vergleich der Wohngebäudeversicherungen stattfinden, da hierdurch sehr viel Geld eingespart werden kann.

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