Was ist ein Girokonto?
Girokonten zählen zu den Sichteinlagen. Sie dienen vor allem dem Zahlungsverkehr und nicht der Vermögensanlage. Der Kontoinhaber kann täglich über die Einlage verfügen und Einzahlungen, Auszahlungen, Überweisungen sowie Wertpapieraufträge tätigen. Daher ist die Verzinsung im Vergleich zu längerfristigen Anlagen jedoch sehr gering oder das Guthaben wird erst gar nicht verzinst.
Bei guter Kontoführung darf der Einleger sein Konto in der Regel überziehen. Die Bank räumt hierzu dem Kunden einen sogenannten Dispositionskredit ein. Bis zu einem festgelegten Kreditrahmen kann der Kontoinhaber daraufhin über das Darlehen frei verfügen. Die Zinsen für diesen Dispositionskredit sind jedoch im Vergleich zu anderen Kreditformen ziemlich hoch. Gewöhnlich bewegt sich die Verzinsung zwischen sieben und 15 Prozent. Ein Dispositionskredit sollte somit nur für die kurzfristige Finanzierung verwendet werden. Ein eingehender Bankenvergleich im Hinblick auf die Höhe des Kreditrahmes und der Sollzinsen für die Inanspruchnahme lohnt sich für Verbraucher, die diesen Kredit häufiger in Anspruch nehmen wollen.
Auch bei den Kontoführungsgebühren zahlt sich ein Vergleich der verschiedenen Konditionen aus. Die Gebühr wird meist als Pauschale erhoben oder sie wird je nach Anzahl der Buchungsposten berechnet. Ein kostenloses Girokonto bewegt viele Bankkunden zu einem Wechsel. Als Auflage verlangen die Institute meist einen regelmäßigen Geldeingang, wie es bei Gehaltskonten üblich ist. Darüber hinaus ist eine reine Online-Kontoführung gemeinhin Bedingung für eine Gebühren-Befreiung. Vor allem Schüler, Studenten und Auszubildende finden zahlreiche Angebote, die es ihnen ermöglichen ein kostenloses Girokonto einzurichten.
Allgemein kann man festhalten, dass sich der Vergleich von Zinsen und Kontoführungsgebühren für den Verbraucher immer rechnet. Das Internet bietet dem Verbraucher dazu zahllose Anlaufstellen, bei denen ein direkter Vergleich kostenfrei möglich ist.
