Japanreise – zwischen Kunst und Kultur
Die Geschichte Okinawas reicht fast Tausend Jahre zurück und genauso alt sind auch die Künste, die bis in die heutige Zeit von Generation zu Generation weitergegeben werden. Aus dieser Zeit stammen die traditionellen Handwerkskünste in Okinawa: die Töpferei, Lackarbeiten, gefärbte und gewebte Stoffe und Glaswaren.
Nach dem Okinawa im 14. Jahrhundert zum Königreich wurde, stand auch die Kunst dort unter dem Einfluss von China, Korea, Südostasien und Japan und es wurde noch eine andere Töpferkunst namens „Yachimun“ entwickelt. Eine einfache Struktur und warme Farbtöne sind typisch für dieses Kunsthandwerk und verleihen der Töpferware einen unverwechselbaren Charme. Beliebte Waren sind unter anderem Krüge, Figuren von Shisa-Löwen und Kaffeetassen. Für ihre Töpfererzeugnisse wurden die Brennöfen „Kogachi-gama“ in Nago, „Chibana-gama“ in Okinawa City und „Wakuta-gama“ in Naha berühmt. Während einer Japanreise kann man in manchen Ateliers heute noch bei der Herstellung zuschauen.
Gefärbte und gewebte Stoffe kamen zum ersten Mal zur Zeit des Roykoy-Königreiches durch den regen Handel mit China nach Okinawa, wurden aber schnell der Kultur der Insel angepasst und weiterentwickelt. Als einzige originär okinawanische Technik der Textilverarbeitung es die „Bingata“ Technik bis heute lebendig. Die Muster und Farben der Stoffe sind von den Motiven der Jahreszeiten inspiriert. Die bis heute in vielen Gebieten Okinawas erhaltenen Textilien wurden als Geschenk für die königliche Familie gewebt. Ansonsten variieren die Techniken der Stoffverarbeitung von Region zu Region sehr stark. In allgemeinen werden sie aber wegen ihrer Farbgestaltung, Schönheit und Tragekomforts sehr geschätzt. Wer Japanurlaub in Okinawa verbringt, sollte auf jeden Fall das Traditionelle Kunst- und Handwerksmuseum „Ryukyu-no-Yakata“ aufsuchen, dort kann man die verschiedensten Textilien besichtigen.
Der Ursprung der traditionellen Lackarbeiten in Okinawa wurde schon öfter umstritten. Man nimmt an, dass diese hochentwickelten Techniken erst im 14. Jahrhundert aus China und Japan nach Okinawa gebracht wurden. Das Material für die Lackwaren wird meisten aus Zederholz gewonnen. Die mit Perlmutt oder mit Gold ornamentierten Lackkunstwerke werden mit aufwendigen Techniken verarbeitet, wozu man hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit benötigt. Deswegen können diese Schätze nur in Okinawa hergestellt werden.
Die Produktion von Ryukyu-Glas hat ihren Ursprung in der Meiji-Ära. Charakteristisch für diese farbenfrohe Glaserzeugnisse sind die eingeschlossenen Luftbläschen. Zur heutigen Zeit werden sie als tägliche Gebrauchsgegenstände und als Souvenirs aus Japanurlaub verwendet.
Wer seine Japanreise in Okinawa verbringt, der nimmt viele außergewöhnliche Eindrücke mit nach Hause. Okinawa bleibt in Japan immer was besonderes.
