Die Funktionsweise der Leuchtstoffröhre
Samstag, 7. August 2010 | Autor: findur
Was sind eigentlich Leuchtstoffröhren, und warum verbrauchen sie anscheinend heutzutage recht wenig Strom im Vergleich zu den klassischen Glühlampen? Wenn man sich beispielsweise mit dem System Etalux beschäftigt, so wird dort eine Energieeinsparung von bis zu 48 Prozent gegenüber älteren Beleuchtungssystemen versprochen. Grund genug, sich einmal ein wenig mit den Grundlagen dieser Technologie zu beschäftigen. Eine Leuchtstoffröhre ist eine Glasröhre, die mit ein wenig Gas gefüllt ist. An beiden Enden gibt es elektrische Anschlüsse, sogenannte Elektroden. Hier wird eine vergleichsweise hohe elektrische Spannung angelegt, die sich im Bereich von einigen Kilovolt, also einigen Tausend Volt, bewegt.
Durch die Spannung werden die Gasatome in einen angeregten Zustand versetzt, das bedeutet, ihre Elektronen werden auf höhere Energieniveaus verschoben. Kurz danach fallen sie wieder in den Grundzustand zurück und geben dabei die zuvor aufgenommene Energie in Form von Licht ab. Die Farbe des Lichts hängt übrigens davon ab, welches Gas sich im Innern der Röhre befindet – ist es beispielsweise Neon, so leuchtet die Röhre rot. Dieses Phänomen des farbigen Lichts wurde schon früh für Leuchtreklame benutzt, aber natürlich kann man genauso auch weißes Licht erzeugen. Warum sind nun diese Leuchtstoffröhren keine schrecklichen Energiefresser, wenn man dafür doch so hohe elektrische Spannungen benötigt? Ganz einfach – die elektrische Leistung hängt nicht nur von der Spannung, sondern auch von der Stromstärke ab, und die ist bei diesen Lampen eben entsprechend gering. Im Gegensatz dazu braucht man bei klassischen Glühlampen eine hohe Stromstärke, um einen Draht so sehr zu erhitzen, dass er zu glühen (also zu leuchten) anfängt. Dazu kommt, dass dabei der größte Teil der elektrischen Energie nicht in Licht, sondern in Wärme umgewandelt wird und damit verloren geht. Auch das ist bei den Leuchtstoffröhren nicht der Fall.





















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