Alkoholkrankheit

Dienstag, 7. September 2010 |  Autor:

Für viele Menschen gilt wohl die Alkoholkrankheit noch lange nicht als Krankheit, sondern ist in den Gedanken noch immer von Willensschwache geprägt. Sie können es nicht verstehen, dass ein übermäßiger Alkoholkonsum ein Suchtverlangen auslöst und dies dann krankhaft ist.
Für viele alkoholkranke Menschen ist aber genau das bittere Realität. Sie sind seit vielen Jahren alkoholabhängig und suchen einen Weg, sich aus diesem Suchtverhalten zu lösen. Um diesen Schritt gehen zu können und zu verinnerlichen, ist es notwendig, für sich selbst diese Krankheit annehmen zu können. Viele Betroffene zweifeln an ihrer möglichen Alkoholabhängigkeit, obwohl andere Menschen aus dem sozialen Umfeld und oft auch schon Arbeitskollegen sehen, wie weit der Alkohol das Leben des Betroffenen bestimmt. Gespräche über eine eventuelle Abhängigkeit werden verdrängt, weil man Angst davor hat, etwas dagegen machen zu müssen, wenn es öffentlich wird.
Die Scham sich seiner Alkoholkrankheit zu stellen und auch andere Menschen, wie einen Arzt, um Hilfe zu bitten, ist sehr groß und so versuchen diese alkoholkranken Menschen ihre Sucht zu verheimlichen und alleine mit dem Alkoholkonsum aufzuhören. Dieser Kreislauf von trinken und dann wieder nicht trinken, erstreckt sich oft über Jahre und der soziale Abstieg ist vorprogrammiert.
Würde die Alkoholkrankheit bei den Menschen als Krankheit wirklich ankommen, könnten sich viele Betroffene früher ihrer Krankheit stellen und brauchten sich nicht so sehr zu schämen.
Ein neues Leben ohne Alkohol dann zu erlernen, ist schon schwer genug und jeder Alkoholiker, der von nun an trocken leben möchte, braucht jede Unterstützung, die er oder sie bekommen kann. Das soziale Umfeld spielt dabei eine maßgebliche Rolle, wenn sie unterstützend wirken.
Niemand ist vor einer möglichen Alkoholkrankheit geschützt. Morgen kann es schon denjenigen treffen, der heute abfällig schaut, denn jeder Mensch der regelmäßig Alkohol konsumiert, lebt mit dem Risiko, vom Alkohol abhängig werden zu können.

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Thema: Gesundheit

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